Die Wunderheilungen des Rabbi Jesus - Teil 1
Shownotes
Die Heilungen von Rabbi Yeschua werden aus rabbinischer Sicht beleuchtet und vor dem Hintergrund des Judentums der Zeitwende erschlossen. Besondere Bedeutung hat der jüdische Sabbat und sein tieferes Verständnis, da viele von Jesus' Heilungen bewusst am Sabbat vollzogen wurden.
Die spirituell-religiöse Bedeutung der Wunderheilungen Jesu erschließt sich aus der Quelle der jüdischen Bibel, der am Sinai offenbarten Tora und ihrer zutiefst menschlichen Botschaft.
Dr. Thomas Neß hat an diesem ganz besonderen Seminar teilgenommen und gibt in diesem Video einen umfangreichen Erfahrungsbericht.
Transkript anzeigen
00:00:00: die Wunderheilungen Rabbi Jesu von Nazareth im Judentum seiner Zeit.
00:00:05: Ein Bibelseminar mit rabbinisch-exegetischen Kommentaren, mit Dr.
00:00:09: Juval Lapide – ein Erfahrungsbericht von Dr.
00:00:12: Thomas Ness.
00:00:14: Vom zehnten bis zum XII.
00:00:15: Juli.
00:00:15: twenty-fünfzehn versammelten sich vierundzwanzig Teilnehmer in der evangelischen Tagungsstätte Löwenstein.
00:00:22: Eingeladen hatte der jüdische Religions und Bibelwissenschaftler Dr.
00:00:28: zu einem Seminar über die Wunderheilungen des Rabbi Jesus von Nazareth.
00:00:32: Nach dem jüdischen Kalender waren dies die Tage des Dreiundzwanzigsten bis Fünfundzwanzigsten Tammus, fünftausendsebhundertfünfundsiebzig seit der Schöpfung der Welt – die in drei Wochen während der Trauerperiode fallen, in der der Zerstörung des Tempels in Jerusalem gedacht wird.
00:00:51: vor dem Hintergrund des brennenden Tempelt und seiner einstürzenden Mauern Draht uns die Heilungstätigkeit des Rabbi Jeshua entgegen.
00:00:59: Ist nicht der menschliche Leib der Tempel, den es zur Wohnstätte des göttlichen Lebens des heiligen Geistes zu machen gilt?
00:01:08: Was können wir heute dazu beitragen?
00:01:11: Unser Leben als Gottesdienst in einem persönlichen Tempel auszugestalten!
00:01:17: Welche Heilungsimpulse können wir für uns selbst
00:01:20: gewinnen?".
00:01:21: Juva Lapides Stimme ist raumfüllend und herzberührend.
00:01:26: Sie verleiht seiner spirituellen Präsenz spontanen Ausdruck.
00:01:30: Lapide hat jeden Teilnehmer im Blick und spricht ihn individuell an.
00:01:35: Sein Feuer springt auf andere über, der Dialog ist seine Passion – so direkt sind es viele nicht gewohnt!
00:01:43: Doch der kleine Kulturschock ist schnell überwunden.
00:01:46: Wir erleben es als befreiend, als ganze Menschen existenziell angesprochen zu werden wahrhaftige Teilnehmer zu sein und nicht bloß distanzierte Zuschauer oder reflektierende Studenten.
00:02:00: Die wissenschaftliche Basis wird voll einbezogen, aber nicht zum intellektuellen Selbstzweck!
00:02:06: Es geht ums Ganze – und auch und gerade mit dem Herzen lässt sich ausgezeichnet wissenschaftlich denken, fühlen und leben.
00:02:16: Wir bewegen uns in der Sprache.
00:02:18: Aus welchen Tiefen schöpfen wir das Wort?
00:02:21: Was begegnet uns im Wort des
00:02:23: anderen?".
00:02:24: Vermögen wir das ganze Leben aus dem Wort wieder zu erschaffen?
00:02:28: Ist die Welt nicht aus dem Worts Gottes erschaffen worden und wird immerzu neu erschaffen, wie kann sich unser Sprechen auf diese metaphysische Wortdimension einstimmen.
00:02:40: So wollen wir auch das Leben und Wirken Jesu aus den Warten der Evangelien rekonstruieren.
00:02:47: Stoßen wir so zur Quelle der Heilung
00:02:49: vor?".
00:02:49: Lernen wir verstehen, was Heilung, Gesundheit und Krankheit aus der Tiefe des Wortes bedeuten?
00:02:56: Rabbi Jesuha sprach Ebreish.
00:02:59: Die Sprache der Torah, der Rabbiner-und Kabbalisten – die Evangelien liegen uns wederlich in griechischer Sprache vor, mehrfach übersetzt und redigiert von den Schülern der Jünger Jesu!
00:03:11: Wie bei alten Gemälden müssen wir zuerst die späteren Übermalungen und Schichten abtragen um das ursprüngliche Bild Jesu freizubekommen.
00:03:21: Fünfzig bis hundert Jahre, urchristlicher Geschichte nach Tod und Auferstehung von Jeshua hinterlassen tiefe Spuren im vermutlichen aber verloren gegangenem Urtex der Evangelien.
00:03:33: nicht die Zeitzeugen sprechen zu uns sondern ihre überzeugten Erben!
00:03:39: Nicht nur was Zeugen wirklich sahen und hörten, sondern was Überzeugte sehen und hören wollten liegt uns als heilige Schrift vor.
00:03:49: Spätere Glaubenssätze werden Jesus in den Mund gelegt, um eine Theologie zu legitimieren, die Jesus nicht verkündet hat.
00:03:58: —Jesus!
00:03:59: Die Brücke zwischen den Welten!
00:04:01: War Jesus ein Christ im Sinne späterer Bekenntnisformen?
00:04:06: Nein!
00:04:07: Offenkundig war er Jude mit Leib, Seele und Geist von Abraham und den Vätern her – im
00:04:13: Bunde!"
00:04:14: den Gott mit Moses und Israel am Sinai für alle Zeiten geschlossen hat.
00:04:20: Aus diesem Bund hat sich Jesus nicht ausgeschlossen, doch er wollte ihn wiederbeleben von den Schlacken über Formungen, Verhärtungen und Missverständnissen reinigen!
00:04:30: Er wollte Jude von der Quelle her sein in unmittelbarer Verbindung mit dem Vater im Himmel.
00:04:37: Die Tradition sollte ihm ein lebendiges Bandsein keine erstickende Fessel.
00:04:42: Der Geist sollte atmen dürfen, wehen wo er will.
00:04:45: Das göttliche Wort sollte von seinem tiefsten Sinn sprechen!
00:04:49: Die Diktatur der Buchstabilisten – wie Luther sie nennt – wollte Jesus brechen, diesen Götzendienst an der alleroberflächlichsten Wortbedeutung die den Menschen zum Sklaven der Interpretationen der religiösen Beamten degradiert.
00:05:05: Gottesdienst sollte wieder Menschendienst werden ein Weg zur Heilung der Menschheit.
00:05:12: Im Grunde zielte Jesu anliegen auf eine geistige Heilung des Judentums seiner Zeit und darüber hinaus.
00:05:20: Damit soll Jesus aber nicht dem Christentum weggenommen werden, um ihn ins Judentum zurückzuverpflanzen!
00:05:26: L'Uvalabide schließt sich ein Franz-Rosenzweig an – der Judenturm und Christenturm als Gleichberechtigte wie wohl andersartige Bündel zwischen Gott und den Menschen auffasst.
00:05:38: Da geht es nicht um alt oder neu im Sinne einer Substitution des Bundes von Sinai durch den Bund von Golgathar.
00:05:46: Labide spricht stets vom Ersten und Zweiten Bund, und meint damit nur die zeitliche Aufeinanderfolge – und keine hierarchische Einordnung!
00:05:56: Die Gleichzeitigkeit der beiden Bünde versteht sich als eine Art Aufgabenteilung.
00:06:01: Damit gehört Jesus aber wesentlich beide Bünden an.
00:06:05: Und auch Christen werden Jesus erst dann ganz verstehen, wenn sie seinen jüdischen Urgrund Sein zeitloses Bekenntnis zum Judentum in ihre Religion, in ihr Christsein einbeziehen.
00:06:17: Auch als Messias der Christenheit bleibt Jesus bekennender Jude.
00:06:21: Judenturm bleibt lebendig und in sich selbst vollständig!
00:06:25: Und es hat zur Zeit Jesu und in den Jahrhunderten danach im Grunde genommen viele Impulse aus sich selbst heraus entwickelt – die Jesus wird dem Ziel der Wiederbelebung des jüdisch-seins schon vorgelebt
00:06:39: hatte.".
00:06:41: Zu den Wurzeln der Heilung.
00:06:43: In diesem Sinne suchen wir mit Juvalapide die Urbilder für die Heilungen von Rabbi Jesus in der Torah, in der Bibel der Juden dem Tanach – die auch die Prophetenbücher, die Psalmen und anderes einschließt.
00:06:56: Was erfahren wir in der jüdischen Bibel über Krankheit und Gesundheit?
00:07:01: Eilungsgeschehen!
00:07:02: Und sogar die Auferweckung.
00:07:03: Tod hat zurück ins Leben findet wer auch im ersten Testament Die Thora widmet im dritten Buch Mose mehrere Kapitel der Bestimmung und Behandlung von Krankheit.
00:07:25: Zara-Art ist nicht die gefürchtete Infektionskrankheit Lebra, die durch Kontakt übertragen wird und praktisch unheilbar ist.
00:07:43: Sondern ein auf der Haut sichtbar werdendes Symptom – der Entfernung und Entfremdung des Menschen von Gott!
00:07:50: Zara Art kann plötzlich auftreten und ebenso schnell wieder spurlos verschwinden.
00:07:55: Der betroffenen Mensch ist ein Gezeichneter, der etwas aus sich heraus setzt, das dem Wesen nach unrein ist.
00:08:03: Damit in eins setzt er sich aus der Gesellschaft heraus, isoliert sich von ihr innerlich – so wie er sich innerlich von seinem Schöpfer isoliert hat.
00:08:14: Die äußere Isolation, die die Torade auf ihn vorschreibt, bildet nur die Reflexion dieser inneren Grenzüberschreitung.
00:08:22: In diesem Sinne ist die Übersetzung aussatzdurchaus zutreffend, solange der metaphysische Charakter dieser Krankheit im Blick bleibt.
00:08:31: Ausatz entsteht als Folge einer religiösen Fehlhaltung dem Leben und seinem Schöpfer gegenüber.
00:08:38: Die Wortwurzel von Zarath führen unsere Betrachtung noch eine ebene Tiefe.
00:08:43: Im Zentrum dieses Wortes steht die Wurzel Ra, die das Böse bezeichnet.
00:08:48: Zerl entspricht der Würze Mezerl, die auf Gefangenschaft und Bedrängnis hinweist.
00:08:55: Zarath bedeutet somit Gefangtschaft im Bösen – bedrängt vom Widersacher!
00:09:00: Das Torawort für die Gefangschaft in Ägypten Mitzraim spricht auch diese existenzielle bedrohliche Einengung an.
00:09:08: Enger ist dem Deutschen mit Angst verwandt, und auch die Angst bei der der Mensch den Atem anhält und sein Herz zu rasen beginnt hängt mit Einengungen zusammen.
00:09:18: Nur ein auf sich selbstgestelltes Wesen kann Angst empfinden, weil es sich nicht mehr verbunden mit dem alldurchdringenden Gott fühlt.
00:09:26: Abgesondert und isoliert fehlt ihm das ursprüngliche Urvertrauen!
00:09:32: In der Angst ist der Mensch von Grenzen umstellt und gefahren bedrängt, allein entfernt vom Alleinen.
00:09:39: Und da Leib-und Seele eine untrennbare Einheit bilden, entwickelt er Körpersymptome der Enge – stenosen Verhärtungen Abschuppungen Absterbendes.
00:09:49: Zeigt sich dieser Prozess auf der Haut?
00:09:52: Entsteht die schneeweise Verfärberung mit zur Art ein Adjektiv, die in der Thora beschrieben
00:09:58: wird?".
00:09:59: Auch andere Verfärberungen, besonders rot sind möglich – etwa bei Entzündung in Folge der Rebellion gegen die Einengung.
00:10:08: Der Mensch ist vom Schöpfer zum Mitschöpfe in der großen Schöpfung berufen.
00:10:13: Das Ebenbild Gottes ist der Menschen eingeschaffen, eingehaucht.
00:10:18: Im Wort ist alles erschaffen und dem Menschen ist das Wort anvertraut!
00:10:23: Mit dem Wortschaft der Mensch seine Beziehung zu Gott im Gebet, zu anderen Menschen im Gespräch Und zu sich selbst im Denken führt der Mensch ein Selbstgespräch.
00:10:33: Unermesslicher Verantwortung trägt der Mensch dem Wort gegenüber, Der Missbrauch des Wortes führte deshalb unmittelbar zur Krankheit.
00:10:41: Ebrech heißt das Lachon-Hara die Bösezunge und sie erscheint als die bielische Ursache von Zahra Art – dem Aussatz der Krankheit.
00:10:50: Jeder missbrauch der den Menschen eingepflanzten Schöpfungskraft trennt ihn vom Schöpfer Von Mitmenschen und von seinem Waren selbst seiner höheren Seele der Nishamar.
00:11:01: Und sofort erscheint auf der Haut der Aussatz, Der abgetrennte Mensch macht sich zum Zentrum seiner eigenen Welt.
00:11:08: Er macht sich und alles Äußere mit dem er sich identifiziert zum Götzen.
00:11:12: Die böse Zunge schließt den Götzendienst in sich ein.
00:11:16: Dasselbe gilt für die andere Manifestation gutgegebener Schöpfungskraft Die Kraft der Fortpflanzung deren Missbrauch stets zu großen Seuchen führt.
00:11:25: Das Böse der Versucher erscheint hier als Schlange, was Nahash des Sündenfalls.
00:11:31: Nahash ist der Verdreher, der die göttliche Ordnung durcheinanderbringt und die vertikale Verbindung zu Gott andenke einen Stab des Moses durch ein horizontales Bewusstsein ersetzt das auf irdische Ursachen und Wirkungen begrenzt
00:11:46: bleibt.".
00:11:47: Die Torah beschreibt diese gesetzmäßigen Zusammenhänge bei der Berufung des Moses zum Propheten Israels.
00:11:54: Als Hirte entdeckt Moses in der Wüste den brennenden Dornbusch, und begegnet Gott aus nächster Wesensnähe.
00:12:01: Moses' Berufung bildet zugleich seine Einweihung und Heilung.
00:12:05: Seine Ganzwertung entspricht einem Initiationsritual, indem er mit seinem Schatten konfrontiert wird und lernt, seine Einhängung und Absonderung zu überwinden.
00:12:15: Gott schickt Moses drei Zeichen, mit denen er seinem Volk-und Pharao gegen übertreten
00:12:21: soll."
00:12:21: um seine Berufung zu beweisen.
00:12:24: Aber in Wahrheit sind diese Zeichen drei verschiedene Stationen seines Eilungsprozesses seiner Einweihung.
00:12:30: In drei Schritten bekommt er die Verfügung, die Vollmacht über sein ureigenes Wesen und nur daraus erfolgt die äußere Macht über die Dinger mit denen er die Wunder tut.
00:12:39: Diese Wunder sind keine Werke von Magie sondern Ausdruck der Wiedervereinigung des Menschen mit seinem paradiesischen Urbild der Ebenbildlichkeit zum
00:12:48: Schöpfer.".
00:12:49: Durch Einstimmung und Einklang auf den Schöpfer lässt Moses und Gott durch Moses diese Wunder geschehen.
00:12:56: In Exodus vier, eins ist siebzehn, lesen wir diesen Berufungsbericht des Moschee – wie reagiert Moses auf seine Berufung?
00:13:05: Er zweifelt!
00:13:06: Die Kraft der Zweihalt, der Trennung hat ihn ergriffen.
00:13:09: Er hat kein Vertrauen in sein Volk, in sich selbst und vor allem in Gott.
00:13:13: Wenn Gott ihn gerade igen zu dieser Stunde für das Volk Israel beruft….
00:13:17: Wie kann er daran
00:13:18: zweifeln?!
00:13:19: dass der allwissende Schöpfer den richtigen zur rechten Zeit, zur geeigneten Aufgabe beruft.
00:13:25: Er trennt sich von Gott!
00:13:26: er stellt sich ihm gegenüber.
00:13:28: Das ist noch nicht die Bescheidenheit und Demut, wie ihn als den Größen einer Propheten Israels auszeichnen werden, sondern doch deren verzerrter Vorläufer – Kleinmut und Selbstbezogenheit.
00:13:41: Wie Moses über sein Volk spricht, islashon Harah!
00:13:44: Machen wir uns das besonders
00:13:45: klar!".
00:13:46: Denn hier handelt es sich um eine lebenswichtige Erkenntnis.
00:13:50: Die Bösezunge beginnt schon dort, wo ich nur ein Problem benenne und jemanden kritisiere ohne ihm bei der Lösung zu helfen – wo ich oberflächlich Recht habe aber nicht mit dem Herzen dabei bin, wo Ich mich als besonders oder abgesondert von der Einheit der Schöpfung erlebe und
00:14:05: darstelle.".
00:14:07: Moses spricht sich als Einzelwesen aus, als Erbe des Sündenfalls.
00:14:12: Da geschieht das erste Zeichen Und Gott zeigt Moses die ihm beherrschende Kraft.
00:14:17: Der Stab, den Moses zur Erde wird, verwandelt sich in eine Schlange!
00:14:21: Moses weicht zurück und will fliehen, der Stab das Symbol seiner menschlichen Würde – die menschliche Aufrichtung wird zu Boden geworfen.
00:14:28: Der Mensch büßt seine aufrechter Einseine Aufrichtigkeit.
00:14:32: Er verfällt der Angst, der Engel, einem horizontalen Sündenbewusstsein.
00:14:37: Und widerspricht Gott ihn an.
00:14:39: Moses soll seine Hand ausschicken.
00:14:41: Mensch ergreife die Initiative Folge deiner Mission!
00:14:45: Was hat Gott die ursprünglich in die Hände gelegt?
00:14:48: Gott halte Moses durch sein Wort.
00:14:50: Die heilende Ansprache erwährt die Wände.
00:14:53: Moses soll die Schlange beim Schwanz ergreifen, denn die direkte Konfrontation mit dem bösen Auge-in-Auge führt nicht zum Guten – im Kampf gleicht man sich den Bösen an.
00:15:04: Doch wer quasi von hinten kommt, indirekt vorgeht, kann das Böse überwinden und die Schlangen verwandelt sich in den Stab
00:15:11: zurück.".
00:15:12: Man könnte auch sagen, wenn der Mensch seine Furcht überwindet und die Schlange am Schwanz ergreift, gewinnt er die Macht- und Autorität zurück, die er an die Schlangen das Böse abgetreten hatte.
00:15:23: Dieses sichtbar werden, innerer Kräfte setzt sich im zweiten Zeichen fort.
00:15:28: Gott heißt Moses, seine rechte Hand unter die linke Achsel zu legen.
00:15:33: Moses legt die Hand auf sein Herz!
00:15:35: Anschließend soll ja die Hand wieder herausziehen – und was sieht er?
00:15:39: Den Aussatz Zaraat?
00:15:41: Seine Hand zeigt die Kraft der Schlange.
00:15:43: Es ist, als hätte Moses mit seiner Hand all die Furcht und Zweifel aus seinem Herzen herausgesogen.
00:15:49: Wieder befiehlt Gott ihm, die Hand unter die Achse zu legen – und diesmal zieht er eine vollkommen geheilte Hand hervor!
00:15:55: Die Heilung ist geschehen, die Verbindung zwischen Herz-und-Hand ist wiederhergestellt.
00:16:01: Gott kann nun in seinem Herz einwohnen und seine Handlungen impulsieren.
00:16:06: Der Wendepunkt zur Mosesvarer Berufung ist
00:16:08: erreicht.".
00:16:09: Nur durch die Kraft des göttlichen Wortes, durch die Moses sich selbst die Hand aufliegt, wird die Heilung vollbracht.
00:16:17: Das dritte Zeichen offenbart Moses – Die katastrophalen Auswirkungen des falschen Wortes Lachon-Hara des Schlangendenkens auf die äußere Welt!
00:16:27: Das Wasser verwandelt sich in Blut.
00:16:29: Wie sehr wissen wir alle wie lebensnotwendig Wasser für uns und alles Leben ist?
00:16:34: Wasser dieses flüssige Licht verströmt sich in vollkommener Selbstlosigkeit.
00:16:39: Es verbindet und durchdringt alles, es reist vom Himmel zur Erde und zurück von Stern zu Stern.
00:16:45: Es fließt durch alle Dinge und Wesen und verbirgt sich sogar im scheinbar so toten Stein.
00:16:50: Unser Blut dagegen der Träger des göttlichen Lebenshauchs ist eingeschlossen in unsere enge Leibesgestalt!
00:16:57: Der Blutkreislauf spiegelt als ein wahrer Mikrokosmos den makrokosmischen Kreislauf des Wassers aber Licht-und Weite sind ihm nicht eingeboren.
00:17:08: Erst, wo der Mensch sich selbst und die Schlange in sich überwindet, wird sein Blut – Hebräisch-Dahn!
00:17:15: wieder zum Ebenbild des Liebe von den Schöpfers und gleicht ihm.
00:17:19: Hebrähisch, du Mäh!
00:17:21: Wenn der Mensch seine Macht missbraucht und negativ selbstsüchtig denkt, spricht und handelt, zerstört er seiner lebendige Umwelt.
00:17:30: Das Wasser wird destruktiv.
00:17:32: Es ist wie ein Blutvergießen im unsichtbar wesenhaften Todbringe des Unsichts verbreitend.
00:17:37: Das Wasser wird zu Blut, es verliert seine kristallklare lichtvolle Selbstlosigkeit.
00:17:43: Es balzt sich zusammen und versickert im Wüstensand!
00:17:46: Die Wüste wächst die Liebe schwindet Der Mensch verschüttet sein wesenhaftes Seine Quintessenz für unwesentliches Stein Die äußere Zerstörung entspricht der metaphysischen Selbstvernichtung.
00:17:59: Das alles bildet die Signatur Mitsrains Sein Unwesen und sein Schicksal Sein Götzendienst ist Todeskult Und deshalb steht die Verwandlung von Wasser in Blut auch am Anfang der Zehn Plagen, und nur der ewige Schöpfer selbst kann Menschen-und Natur wieder in das Licht- und Liebevolle atmen der Wechselspiel der harmonischen Zyklen zurückführen.
00:18:22: In dem Gott seinem Propheten das ganze Wirken des Widersachers unmittelbar vor Augen führt und ihm das Urphänomen der lebend vernichtenden Kraft des Bösen zeigt!
00:18:32: Kann Moses den Heilungsprozess, der in seinem Herzen schon eingesetzt hat?
00:18:37: In seinem Bewusstsein heben.
00:18:39: Die Anschauung heilt sein Denken!
00:18:42: Wahrnehmend nimmt er die Heidende Wahrheit in sich auf.
00:18:46: Später, in der Wüstenwanderung der Israeliten greift Moses diese Methode auf als die Menschen zu Tausenden ein Schlangenbissen sterben nachdem sie das Manna des Brotes Himmels verweigert hatten.
00:18:58: Moses richtet an einen Stab eine kupfernde Schlange auf und jeder der vermag seinen Blick vom Boden und den leibhaftigen Schwannen abzuwenden und zur symbolhaften Schlange aufzurichten, wird geheilt und ist geschützt.
00:19:12: Den Blick von der Erde zum Himmel zu wenden führt zur Wiedervereinigung, verteilnisch religio des Menschen mit Gott – siehe im vierten Buch Mose Kapitel XXI, Vier bis Siebzehn.
00:19:25: Was den Menschen wahrhaftig nähert und segnet kommt von Gott und nicht aus der Erde!
00:19:31: Mit dieser Heilung seines Volkes schließt sich der Kreis zum ersten Berufungszeichen am brennenden Dornbusch.
00:19:38: Gleichwohl bildet auch dieses Heilungsgeschehen am Dornbush nur den Grundstein zur Moses vollständiger Heilung, ein Samenkorn das in sein Herz gelegt ist und es auch liegt seiner Verantwortung dieses Potenzial immer weiter auszugestalten und in seinem Leben und Wirken zu bewähren.
00:19:55: Das ist realisch keine leichter Aufgabe, wie wir den fortwährenden Zwiegespräch zwischen Gott und Moses entnehmen können.
00:20:02: Dass die ganze Torah durchzieht!
00:20:04: Und die Grenze, die Moses schließlich bei der Aktualisierung dieses Potenzials erreicht, hindert ihn am Eintritt ins gelobte Land.
00:20:11: Er kann und darf den Jordan nicht überschreiten.
00:20:14: So entwindet auch die vollkommenste geistige Heilung den Menschen nichts seiner Verantwortung für seine weitere Entwicklung.
00:20:21: Heilung is ein Auftrag für den Geheilten Eine Aufgabe und dieses Motiv wird uns in den Heilungen von Rabbi Jesus ganz zentral wiederbegegen.
00:20:31: Fassen wir jetzt mit Juva Lapide zusammen, was die entscheidenden Elemente der Heilung in der Torah sind.
00:20:39: Erstens Die Begegnung im Wesenskern zwischen ich und du Auge-in-Auge Ich bin, der ich bin.
00:20:47: Zweitens Die Anrede – die Heilung wird zugesprochen Das heilende Wort Drittens die Berührung, die heilende Hand, die Be-Handlung.
00:20:59: Viertens der Aufruf zur Eigeninitiative und Selbstverantwortung in die Freiheit entlassen – und nun Gehe heißt es in Exodus vier, zwölf.
00:21:10: Fünftens Heilung wird möglich wenn wir entflammt sind, Begeisterung uns ergreift Das nicht verzehrende Feuer im Dornbusch.
00:21:20: Wo und wie geschieht also Heilung?
00:21:22: biblisch gesprochen?
00:21:23: Gesund heißt die bräisch-barie von der Wurzel Boree, schaffen.
00:21:27: Der Gesunde ist der Neugeschaffende.
00:21:30: Im Deutschen verweist das Wort genießen auf die griechische Wurzel Genestei von Schaffen vergleicher Genesis.
00:21:37: Heilung bedeutet somit eine neue Erschaffung von der Würzel her – eine Neuschöpfung durch Gott.
00:21:44: Dazu aber mußt er Kranke, der die Heilung sucht zu Gott umkehren!
00:21:48: Sich ihm wieder mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Vermögen zuwenden.
00:21:53: Vergleiche fünftes Buchmose sechs fünf und auf seine Stimme hören.
00:21:58: Exodus fünfzehn sechsohn zwanzig in der Übersetzung von Martin Buba.
00:22:03: Willst hören du?
00:22:05: Hören auf Seine deines Gottesstimme!
00:22:08: Und was gerad ist in seinen Augen tun, seinen Geboten lauschen und all seine Gesetze waren.
00:22:14: will ich von aller Krankheit, die Ich auf Ägypten legte nichts auf Dich legen, denn ich bin Dein Arzt.
00:22:22: Die innere Umkehr Hebräisch-Teshuvah, riechisch Metanoia bewirkt eine innere und äußere Wiedergeburt, der eine intensive Reinigung vorausgeht.
00:22:32: Die Torah fordert vom Kranken Aussätzigen eine siebentägige Verbannung aus der Gemeinschaft – die Einsamkeit in der Wüste, eine Zeit der Innenschau der Selbsterkenntnis und der Unkehr.
00:22:45: In der Seele soll der Mensch die Wurzeln seiner Absonderung und Sünde identifizieren und ausmerzen, er muss sich reduzieren, sich klein machen und die Demut vor Gott und Menschen wiederfinden aber auch sich zurückführen zum Ursprung, zum Wiederanschluss an seinen Schöpfer und seine
00:23:02: Gemeinschaft.".
00:23:04: Nach sieben Tagen hat der Aussätzige zum Priester den Kohen zu gehen um sich prüfen zu lassen.
00:23:10: Sind die äußeren Zeichen des Aussatzes verschwunden und erscheint, die Haut gereinigt?
00:23:15: wird der Kranke vom Priester freigesprochen.
00:23:18: Das vollmächtige Wort des Priesters spricht ihn von der Krankheit frei.
00:23:23: Dieses rituelle Heilungselement fügt sich nahtlos in unsere obige Zusammenfassung ein.
00:23:28: Anschließend soll der Freigesprochene –der aus dem Gefängnis des Wösen entlassene– in der Mikwee den rituellen Tauchbad untertauchen um den Reinigungsprozess vollgültig
00:23:39: abzuschließen.
00:23:40: Das in der Unschuld des Paradieses lesende Wasser, spürt das Unreine von ihm ab.
00:23:45: Von diesem Augenblick an ist er absolut wieder hergestellt!
00:23:50: Er kerde in das Volk Israel und in den Bund mit Gott zurück – die Sünde ist spurlos ausgelöscht.
00:23:56: Diesen ganzen Heilungsprozesse sehen wir bei Mosischwester Miriam in Nummerie zwölf eins bis sechzehn.
00:24:02: Miriam hatte sich im Wort gegen ihren Bruder und seine Frau versündigt.
00:24:06: Sie hatte gewagt zu urteilen, und so erging das Urteil wieder sie.
00:24:11: Sie hatte sich mit Moses verglichen, und wollte ihre prophetische Kraft mit der von Moses auf einer Stufe sehen.
00:24:17: Damit stellte sie Gottes Wahl – die Mosesberufen hatte in Frage!
00:24:21: Das warler schon hera!
00:24:23: Gott berief sie unverzüglich vor das Heiligtum des Miktasch, den abgesonderten Bereich, der absoluten Reinheit und Gottesnähe, und zieht sie zur Verantwortung….
00:24:33: Und da war Myriam aussätzlich wie
00:24:35: Schnee.".
00:24:36: Nr.
00:24:36: XII.
00:24:38: Und wie reagiert Moses?
00:24:40: Der Kraft des Urteils Gevorah stellt er die Macht, der beim Herzlichkeit cheset gegenüber und im Aufschrei des Herzens dringt.
00:24:47: sein Gebet zu Gott ana illna refanala!
00:24:51: Ach Gott, ach heile sie!
00:24:53: Nr.,
00:24:54: XIII.
00:24:55: Das kürzeste Heilgebet der Bibel.
00:24:57: Wilhelm wird verziehen aber ihr Eigenanteil – die siebentägige Vereinzelung wird ihr nicht erspart.
00:25:04: Krankheit ist ein Korrektiv, und wenn die Krankheit des Leibes verschwinden würde ohne mit der Heilung der Seele einherzugehen, wäre die gewonnene Gesundheit einen Betrug.
00:25:14: Ja, ein Verlust des Wesentlichen und Ewigen zur Gunstens des vergänglichen Scheins!
00:25:19: Und die Gefangenschaft in sich selbst im Ego würde verhängnisvoll zunehmen.
00:25:23: Heilung um jeden Preis ist bloß so Symptom unter Drückungen und die Vorstufe noch schlimmerer Krankheit.
00:25:28: Der Körper ist wahrlich das Spiegel der Seelehren und den Spiegel kosmetisch zu manipulieren ändert nichts an der Wahrheit dessen, wer vor ihm steht.
00:25:37: Jede Entfernung des Menschen von Gott vermündet in Krankheit!
00:25:41: So haben Hochmut und eigenmächtige Handlungsweise bei König Oziya zu einem Ausdatz auf den Stirn geführt.
00:25:48: Allen sich war on bis zu seinem Tod nicht geheilnd.
00:25:50: Zweites Buch Könige
00:25:52: XXVI.,
00:25:53: XVI.
00:25:53: bis XXIII.
00:25:55: jede Zuwendung und Annäherung an Gott heinelt.
00:25:58: In diesem Sinne ist die Torah des Wort Gottes das größte und mächtigste Medikament schlechthin.
00:26:04: Das Wort Gottes will geliebt werden, es will Einwohnen im Dasein des Menschen, Es will seine Seinsgrundlage sein, seine Wurze, sein Fels!
00:26:13: Die Kraft dieser Gottverbindung heißt Immunar – dass is der Glaube dem alles möglich ißt, der Berge versetzt.
00:26:20: Glaube is kein bloßes für wahrhalten, sondern ein Leben in Gottes Wort-und Willen.
00:26:25: Der Mensch is sich Gottes bewusst... Glaube kann man nicht haben, sondern nur sein!
00:26:31: Heilungen geschehen deshalb immer wieder im Ersten und Zweiten Testament bis hin zur Todesüberwindung.
00:26:37: Der Sterbenskranke-König Hiskiya wird in Yisra'yah thirty-eight durchs ein eigenes herzendstiefes Gebet uns die Feigensalbe geheilt, die Yisraya auf seinen Geschwür streicht.
00:26:48: Fünfzehn weiterer Lebensjahre sind ihm dadurch geschenkt.
00:26:52: Elisha schickt den aussätzlichen Armanen den syrischen Würdenträger Zum siebenmaligen Untertauchen zum Jordan.
00:26:59: Zweite Könige, Fünfzehn bis Vierzehn.
00:27:01: Hierob wird gesund in dem er zu Emunah zum bedingungslosen Glauben an den einzigen Gott jenseits aller Erwartungen von Lohn- und Strafe hindurchfindet.
00:27:11: Königssaulus Depression wird vom Hafenspiel Davids gelindert.
00:27:16: In den Königsbüchern werden die Todensöhne der beiden Frauen aus Zarapat und Schuhe nehmen Erster Königer siebzehn, siebzen bis vierundzwanzig und zweiter Königer vier, achtzehn bis siebenunddreißig.
00:27:28: von Elia und Elischa zum Leben erweckt, indem Sie sich mit Ihrem ganzen Körper auf die leblosen Leiber der Kinder legen und zum Herren beten.
00:27:37: Die Überwindung des Todes- und Auferwirkungen finden also auch im Judentum statt.
00:27:42: Unsterflichkeit, ewiges Leben, Sündenvergebung und Auferstehung sind eingeschlossen in den Bund vom Sinai!
00:27:50: Für die Juden kann Jeshua, oder Yehushua nicht der Bote eines neuen Bundes sein, sondern nur jemand, er den Bund vom Sinai in seiner vollen Kraft und Wahrheit wieder herstellen will.
00:28:01: Jeshua bedeutet Retter – Erlöser!
00:28:04: Und damit auch Heiler, in dem Verständnis, dass wir mit Juva Lapide aus der Torah entwickelt
00:28:09: haben.".
00:28:10: Die Worte Jesu in dem Evangelien Wenn sie von späteren Zusätzen gereinigt und in die hebräische Sprache, und ihr den jüdischen Sinnzusammenhang zurückübersetzt werden, sprechen genau von dieser Botschaft.
00:28:23: Die Quennen des Gottesbundes neu zu erschließen und von Schlackern und Geröll befreit zum Fließen zu bringen!
00:28:30: Die Suche nach dem Urwort Jesu im Evangelium setzt eine ganz neuartige Offenbarung frei wie das Leben- und Wirken der Jesua im dramatisch Spannungsfeld seiner Zeit rekonstruiert.
00:28:41: Die Evangelien berichten ja geradezu mit System von den Anfeindungen und Verfolgung in Jesu durch die Juden, die Pharisäer und Schrift gelehrten, die auch für den Tod Jesu verantwortlich gemacht werden.
00:28:52: Durch dieses System wird verschleiert, dass all die begeisterten Scharen, die Jesus zugestolben sind – natürlich auch Juden waren – und das die Schrift gelährten... die als seine fanatischen Gegner seit seiner ersten Lehrrede in der Synagoge gebrannt markt werden, nur eine Minderheit repräsentieren, deren dogmatisch erstarrter Tradizionalismus mit der profitablen Kollaboration mit dem römischen Imperium verquickt waren.
00:29:19: Das Judentum der Zeitwende war von extremen Spannungen gezeichnet – von menschlicher und spiritueller Not, von messianischer Erwartung oder revolutionärer Handlungsbereitschaft!
00:29:29: Nach dem großen Durchbruch der Makabehe gegen die syrisch-griechische Fremdherrschaft, keine zweihundert Jahre vorher, erwies sich das römische Exil im eigenen Land als wesentlich hartnäckiger und aussichtsloser.
00:29:42: Das lichtwunderde Charnoka Festes, was auf die Makabeha zurückgeht – und der christliche Advent – laufen nicht nur in unserem Kanan in der Parallel, sondern wir sind auch historisch benachbart, obwohl das tiefes Risma zwischen Juden und Christentum beide Feste voneinander trennt!
00:29:59: Alle großen Erneuerer des Judentums, von den frühesten Propheten bis zu den Meistern des Rassidismus, teilen das Schicksal von Rabbi Jesus im Hinblick auf Feinschaft und Verfolgung durch Schriftgelehrte bis hin zur Exkommunikation.
00:30:13: Wir finden die leeren und harten Jesu eingebettet in seinerzeit aktuellsten Diskussionen innerhalb des Judantums, wie sie im Talmud zahlreiche Spuren hinterlassen haben.
00:30:24: Die Zerstörung des Jerusalemma-Tempels wirft bereits ihre drohenden Schatten voraus!
00:30:29: und eine Neubegründung der jüdischen Religion abgelöst von Zeit-und Raum, d.h.
00:30:34: vertrieben aus dem heiligen Raum des gelobten Landes, des Tempelzentrums beraubt und der unmittelbaren Sukzession des Priesteramtes und Tempeldienstes verlustig – all das lag gleichsam in der Luft!
00:30:47: Die Transformation des jüdischem Gottesdienstes und die Versetzung der Opferdienste in das reine Wort des Gebetes sollte die welthistorische Leistung der Rabbiner-Generation nach der Tempelzerstörung werden.
00:31:00: Das Wort wurde zur Tewaar, zur Aache des lebendigen
00:31:04: Toradienstes.".
00:31:06: Lua Lapide führt uns vor diesem gewitterträchtigen Hintergrund in die Heilungswunder des Rabbi Jesus ein – zuerst am Beispiel der Heilung der verdorrten Hand in Markus drei Eins bis sechs.
00:31:18: Die Heilung setzt damit ein, dass der Kranke in neuer Weise angesehen wahrgenommen wird!
00:31:24: Im Blickleso wird ihm seine Menschenwürde wiedergegeben.
00:31:27: Er wird beachtet und in den Mittelpunkt gestellt, er wird in das Herz aufgenommen, in doppelter Bedeutung, in das Zentrum der Gemeinschaft reintegriert und in seine ureigene persönliche Mitte zurückgeführt.
00:31:41: Der Kranke soll sich also aufrichten, aufstehen, losgehen, in die Mitte bewegen – ein therapeutischer Imperativ versetzt ihn in dem selbst Heilungsprozess!
00:31:51: Schließlich soll er seine bis dahin verdorrte Hand ausstrecken und siehe, sie ist geheilt.
00:31:57: Der abgestorbene Ast am Baum wird wieder grün und lebendig!
00:32:01: Die Eigeninitiative des Geheilten ist dabei essentiell.
00:32:05: Sie bildet zwar nicht die erste Ursache der Heilung, die immer von Gott ausgeht, doch nur sie vermag den Schlüssel im Schloss umzudrehen, damit die Heilkraft Gottes zur Wirkung kommen kann – durch welche Tarte oder Worte der Kranke auch immer handlungsunfähig geworden.
00:32:20: Die aktive Rückkehr in die Glaubensgemeinschaft, sein bereitwilliges Aufstehen und angenommen werden geben ihm die volle Kraft des Menschseins zurück.
00:32:30: Zur Wiederbelebung des Verdorben steht die Erstarrung der Herzen der Schriftgelehrten im dramatischen Kontrast.
00:32:37: Wie Vyraov vor Moses verschließen sie ihre Herzen vor Jesus.
00:32:41: Dabei geht es weder um Moses oder Jesus persönlich!
00:32:44: sondern um die lebenspendende Kraft der Wahrheit, die die sterbliche Natur der Macht und des toten Buchstabens transzendiert.
00:32:52: Die Heilung selbst wird zur offenbarenden Lehre jenseits der mumifizierten Gelehrsamkeit – dies motiviert Jesus auch zu Heilungsdätigkeit am Sabbat!
00:33:01: Der Sinn des Sabbats enthüllt sich in der Heilung.
00:33:09: Deshalb ist Jesus weit davon entfernt, mit seinen Heilungen den Sabbat zu brechen oder aufzuheben.
00:33:15: Sondern er will ihn erst wahre machen!
00:33:18: Der Shabbat verleiht der jüdischen Woche die Heiligkeit des siebenten Schöpfungstahles.
00:33:23: Hier wird Zeit zur Ewigkeit.
00:33:25: Alles werdende wird vollkommen und in sich vollendet.
00:33:28: Sabbat is nicht nur Pause sondern Verinnerlichung in der Stille.
00:33:32: Vergegen Wertigung des ewigen Ursprungs ruhen Menuchah, in der Anwesenheit Gottes, Sherinah.
00:33:40: Am Shabbat begegnet die Seele Gott.
00:33:43: Himmel und Erde werden eins!
00:33:45: Alles wird so wie es sein soll – sehr gut, wie der Schöpfer es am Freitagabend befunden hatte.
00:33:51: Der Shabbath bindet uns nicht nur zurück an den lebensspenden Ursprung, er nimmt auch eine große Erlösung, die zukünftige Welt vorweg.
00:33:59: Im Fluss der Zeit baut er Sabbat eine Brücke vom Paradies über den Salomonischen Tempel zum Ezias der Zukunft.
00:34:06: Auf dieser Weise wird am Sabbat alles heil, beheiligt.
00:34:10: Es ist ein Tag der reinen und gesegneten Freude.
00:34:13: Eine Menschen am Shabbat durch die Kraft des Shabbats, die Heilung zu schenken, stellt die reinste Bewahrung des Shabat dar.
00:34:20: Der Kranke wird durch die Heilungs-Sabbat fähig!
00:34:23: Er wird der göttlichen Freude teilhaftig — er kann sein gottgewolltes Mensch seien, schöpferisch zum Ausdruck bringen, seine Mission erfüllen.
00:34:32: Durch seine eschatologische Ausrichtung steht der Shabbat in einem messianischen Kontext, und dieses Messias Potenzial des Sabbat-Wach zu rufen heißt noch lange nicht sich selbst zum Messias auszurufen.
00:34:45: Allerdings können hingerissene Zeugen einem scheinbar naheliegenden messianischem Missverständnis erliegen wie ja immer wieder geschehen!
00:34:52: Die verdorrete Hand in diesem Heilungswunder führt uns noch zu einem anderen Aspekt des Krankseins.
00:34:58: Im Hebräischen heisst krank makhala – und chole bezeichnet die Krankheit.
00:35:04: Die Wurzel «choll» benannt etwas Unstimmiges, Labiles.
00:35:07: Etwas wird profan!
00:35:09: Es versandet — es verliert seine substanziellen Eigenschaften—es funktioniert nicht mehr.
00:35:14: Siehe oben das dritte Heilungszeichen bei Mosens Berufung, dass in Blut verwandelte Wasser im Sand.
00:35:21: Es entfremdet sich von seiner Essenz und kann seine Mission nicht mehr erfüllen.
00:35:25: Er wahrscheinlich vergisst es sie sogar... Wenn Zaraat mehr auf den metaphysischen Wesenskern von krank sein hinweist… umschreit Chroley eher die existenziellen Auswirkungen, wie Phänomenologie des Krankseins.
00:35:39: Wenn uns die Kostbarkeit unseres Lebens verloren geht, so sagt Lapide, dann kommt die Krankheit!
00:35:44: Sie macht uns schmerzhaft bewusst was wir verloren oder vergessen haben, wogegen wir uns versündigt haben – versündig nicht nur gegen unseren Schöpfer sondern auch gegen uns selbst.
00:35:55: Denn unseren Lebensauftrag zu erfüllen bildet auch einen höchsten
00:35:59: Gottesdienst.".
00:36:00: Ein Leben im Mangelbewusstsein ist mit Sraeim, ist Gottesferne.
00:36:05: In der Verbindung zu Gott strömt uns wieder die Heiligkeit des Lebens zu.
00:36:11: Versandung und Prophanierung lassen uns durch die Wüste wandern.
00:36:14: Unsere innere Verwüstung lässt das Leben öde-und böse werden.
00:36:18: Heute erfahren wir die Wüsste in biografischen Leidensphasen und Krisen bezogen auf bestimmte defizitäre Lebensbereiche.
00:36:26: Jede Krankheit beginnt also ihnen in der Seele!
00:36:28: und zeichnet sich dann auf dem Leib ab, an genau dem Organ das den verlorenen oder verletzten Seelenteil entspricht.
00:36:36: Deshalb wird der Kranke biblisch der Wüste ausgesetzt!
00:36:39: Dann wird ihm sein Inneres zur Umgebung – und im Spiegelbild des Äußeren erkennt er seine innere Fehlhaltung um sie zu korrigieren.
00:36:47: Gehrt er nach sieben Tagen zurück soll er eine Taube opfern?
00:36:51: Ist die Taube ein Symbol des frei gewordenen Geistes?
00:36:55: Oder heißt es die falsche Freiheit Die zügelose Vogelfreiheit aufzugeben, insbesondere die Geschwätzigkeit des Zwitschern rund um die Uhr wie es manche Vögel machen.
00:37:05: In gewissen Sinn trifft beides zu, denn wer seine Zunge zur Hüten weiß wird mit der Zeit echte Weisheit gewinnen!
00:37:12: So wie die Enge von Sarah Aath durch die weite der himmlischen Offenbarung überwunden wird am Sinai so wird die Versandung von Cholei durch die Verwesentlichungen des Shabbat geheilt.
00:37:24: Der Segen des Sabbat lässt alles weltliche heilig werden.
00:37:28: Seine Kraft vermag sich, wie ein goldener Strom durch die anschließenden sechs Werktage zu ziehen!
00:37:35: Im Allerheiligsten jedes Menschen im Mittelpunkt seines Herzens kommen alle Segnungen des Sinai und des Shabbat jederzeit und überall in eines Zusammen.
00:37:45: Das Reich Gottes ist inväldlich in Euch, spricht Jeshua in Lukas Seventeinundzwanzig Gottes Anwesenheit im Herzen des Menschen erfüllt und durchdringt den ganzen Menschen mit der vollkommenen Kraft seiner Bestimmung.
00:37:59: Die Fülle des Wesens bereitet sich in die Weite seines Lebens aus, weite Ebräisch-Rewach!
00:38:06: Er lebt und atmet die Freiheit des heiligen Geistes, Roaxacodesch, des heilenen Geistes.
00:38:13: Auf der anderen Seite – Ebräsch sitra ach ra bedeutet das Reich des Bösen und wörtlich die Rückseite Gottes.
00:38:21: Da entspringt und bewirbt Krankheit, die Abwesenheit des Heiligen, Enge-und Unfreiheit und statt Fülle eine wesenlose Lehre.
00:38:30: Dieses Vakuum bleibt jedoch nicht leer, sondern wird von der anderen Seite her besetzt!
00:38:35: Ein unreiner Geist hebräisch ein Schädt besetzt die Lehre, wie einen Mensch in Verlust seiner wahren Seele erleidet.
00:38:42: Der Vorgang der Besetzung ist ein weiterer metaphysischer Aspekt des
00:38:46: Krankseins.".
00:38:47: In scheinbar leichteren Fällen ist das menschliche Ego besessen von seinen Besitzdümmern und Leidenschaften seinen Götzen, besessen vom dem was es zu besitzen wähnt.
00:38:57: Dabei behält das Ego eine eingebildete Kontrolle – die Person ist aus Sicht der Medizin psychisch gesund,
00:39:03: d.h.,
00:39:04: normal!
00:39:05: Die Grenze zur psychischen Krankheit ist jedoch sehr durchlässig und dann wird auch das EGO von seinem illosorischen Platz verdrängt und durch ein negatives Wesen
00:39:14: ersetzt.".
00:39:16: In Markus neun, vierzehn bis neunundzwanzig wird die Heilung eines besessenen jungen Mannes durch Jesus gezeigt.
00:39:22: Diesmal ist kein Sabbat!
00:39:24: Dennoch findet ein nicht mehr erklärter Streit mit den Schriftgelehrten statt.
00:39:29: Der kranke Sohn, dessen Anfälle der Epilepsie ähneln, wird von seinem Vater zu Rabbi Jesus geführt.
00:39:35: Die Heilung spielt sich im Wesentlichen zwischen Jesus, dem Vater des Kranken und dem stummen Geist
00:39:41: ab.".
00:39:42: Der Sohn ist eigentlich nur Symptomträger einer familiären Belastung, da die Besessenheit auf seine Kindheit zurückdatiert und das spirituelle Vakuum also von seinen Erziehern der Familie, der Gemeinschaft und ihn herum verursacht worden ist.
00:39:57: Am Sohn dieses Heilungswunders wird also das Verbargene offenbar – ohne dass er persönlich dafür verantwortlich ist!
00:40:05: Die Schuldfrage bei kranken Kindern hat Rabbi Jesus ja auch in der Heilung des blind geborenen abgewiesen.
00:40:11: Auch dort diente die Heilung der Verhördigung des Herrn, des wahren Heilers.
00:40:16: Johannes IX II bis III.
00:40:18: Im Leben der Familie war Gott Hebräisch El Shaddai, der Gott, der mir genügt, er war abwesend und dadurch wurde der Schäd eingeladen.
00:40:27: Im Hebräischen unterscheidet sich der krankmachende Zustand der Besessenheit durch einen Dämon Schädt von dem die Gesundheit widerherstellenden Zustand der Gottverbundenheit Shaddai durch einen einzigen Buchstaben das Yod, welches Yotah den kleinsten Buchstaben des hebräischen Alphabets aus dem alle anderen einundzwanzig Buchstabe entwickelt werden und der die wirkende Hand Gottes bezeichnet.
00:40:52: Dies will uns lehren, dass nur die Rückverbindung lateinisch religio davon abgeladet Religion Mit der schöpferischen Quelle des Göttlichen ausgedrückt durch diesen hochheiligen Buchstaben Jod, den Menschen von seiner dämonen Besessenheit heilen kann.
00:41:08: Die Heilung des besessenen geschieht dadurch, dass die Verbindung zu Gott durch die Kraft des Glaubens immunar wiederhergestellt wird.
00:41:16: Dem Glaubenden ist alles möglich!
00:41:18: Markus IX XXIII Daraufhin bittet er Vater.
00:41:22: Ich glaube, hilft meinem Unglauben.
00:41:28: steht an der Wurzel jeder echten Heilung.
00:41:30: Glaube ist eine schöpferische Manifestation.
00:41:58: Shaddai bedeutet ausschlicht genug vorbei.
00:42:01: Mit Shaddail wird die Kraft der anderen Seite gebrochen, Die hohe Stufe der Glaubenskraft, die für diese Heilung notwendig ist, fehlte jedoch den Lüngern von Jeshua und um diese zu erlangen verweist Rabbe Jesus sie auf die Kultivierung des Gebet in Verbindung mit Fasten.
00:42:19: Das Gebet führt den Glaubenden in die wirkmächtige Übereinstimmung mit Gott.
00:42:25: Eine Parallel dazu finden wir im Ersten Testament, im ersten Buch Samuel in sechzehn Kapitel.
00:42:32: Saul wendet sich von Gott ab, Buber übersetzt!
00:42:35: Als sein Geistbrauch von Shaul hinweggewichen war, begann ein böses Geisten von ihm aus ihn zu umrausen, Versvierzen.
00:42:42: Wie im Buch Hiob klingt hier die Frage nach dem Ursprung und zielt es Bösen an das Theodizee-Problem.
00:42:48: Denn der böse Geist wird ja von Gott geschickt – er ist sogar des Herrn... So ist auch das böse Teil von Gottesschöpfung und Plan.
00:42:56: Es steht nicht außerhalb des Ganzen, es ist nicht absolut!
00:43:00: Aber es bewirkt Teilung und Trennung im Ganzen – die Verdunkelung des Lichts, die scheinbare Abwesenheit des Einen, Lüge-und Täuschung und die Freiheit, deren Vorbedingungen sie erst herstellt.
00:43:14: Als Ursache von Krankheit is' das Böse schließlich auch vor Bedingung der
00:43:18: Gesundheit.".
00:43:20: Nur durch die Überwindung des Bösen gewinnt der Mensch einen aktiven Anteil an guten, an Gott.
00:43:26: Salzheilung erfolgt durch das Hafenspiel von David, dem künftigen Psalmendichter.
00:43:32: Die Harmonie des Hafenklangs gibt der Seele Salz die Einstimmung auf Gott zurück – Das gebrochene und eingeengte Herz wird wieder weit und ganz!
00:43:41: Da wurde es Schaul wider Geist geräumt, ihm wurde wohl das böse Geisten wich von ihm hinweg... Erster Samur, sechzehn dreiundzwanzig.
00:43:50: Wer wie Rabbi Jesus durch die Kraft des Gebetes dieses spirituelle Harmonie in sich verkörpert und von sich ausstrahlt, braucht dem von der Besessenheit geheilten nur noch die Hand auszustrecken um ihm bei seiner eigenen Aufrichtung zu helfen.
00:44:04: Im ersten Moment liegt er geheilte noch wie Tod da!
00:44:07: Ein Wackeum bleibt zurück nachdem der Schäd ausgezogen ist bevor sich die gereinigte Lehre mit der göttlichen Anwesenheit füllen kann.
00:44:16: Auf diese Weise durchläuft der Heilungsprozess einen toten Punkt, der wie das sprichwörtliche Nadelöhr den eigentlichen Wendepunkt bildet aus dem die Heilung hervorspringt.
00:44:27: Heilung als Tür zur Wahr!
00:44:29: Die Heilungswunder von Rabbi Jesus, sondern nicht den Glauben an seine Person stärken.
00:44:34: Jesus wollte kein Guru sein, indem sich Menschen in kindischerweise abhängig machen.
00:44:39: Die Heilungen sind Lehrstunden und als solche Teile seiner
00:44:42: Verkündigung.".
00:44:44: Gleichsam ein Anschauungsunterricht, wie Gott wirkt und wie der einzelne Mensch sich zu verhalten hat um Gottes Wirken entgegenzukommen.
00:44:52: Deshalb entzieht sich Jesus nach jeder Heilung der Menschenmasse denn er will den auf ihn projizierten Personenkult abwehren.
00:44:59: Die Heilungen sind wie die anderen Wunder eine Auslegung der Botschaft Gottes durch Wort- und Tat.
00:45:06: Diese Vorgehensweise teilt Jesus mit manchen Wanderprediger in seiner Zeit und deshalb kommt es sehr darauf an wie er sich von dem Volk Israel legitimieren kann, als ein berechtigter und authentischer Lehrer der Torah.
00:45:19: Welche Maßstäber und Zeichen machen Jesus erkennbar – und unterscheidbar – in der bunten Vielfalt vom Predigern und falschen Propheten seiner Zeit?
00:45:28: In einer Epoche des extremen Synkretismus, der Vermischung aner Religionen Kulte und Götter bedarf es eine außerordentlichen Geistesgegenwart im wörtlichen Sinne um die Reinheit des Geistes, der verkündet wird zu bezeugen!
00:45:41: Nicht aus einer persönlichen Animosität gegen Jesus, sondern angesichts der Inflation von Verkündern sind die Lehrer Israels wachsam und vorsichtig.
00:45:51: Die Flucht in die engstehnige Buchstäblichkeit der Offenbarung verrät allerdings nur die Angst mancher Lehrer vor den anstehenden dramatischen Veränderungen, die sich nicht abwenden, sondern höchstens herauszögern lassen.
00:46:05: Die nächste Heilung, in deren tiefe Juva Lapide jetzt eintaucht findet zur Pesach am Teich von Bethester statt, Johannes V. I bis XVIII.
00:46:15: Bethester setzt sich als Bet ein Chesset zusammen und bedeutet das Haus der Gnade, und dieses besteht aus fünf Hallen die den Fünfbüchern der Torah entsprechen.
00:46:25: In den Hallen befindet sich ein Teich dessen Wasser in einem bestimmten Rhythmus von einem Engel des Herrn zum Aufwebeln gebracht wird.
00:46:33: Das Wasser symbolisiert die Gnede des Lebens im Fluss der Zeit.
00:46:38: Von Zeit zu Zeit begegnen und vereinigen sich oben und unten, Himmel und Erde.
00:46:43: Der Engel streikt herab, das Wasser wirbelt empor – und im Moment ihrer Vereinigung entsteht eine Heilkraft, die unwährends alles und alle heilen kann!
00:46:52: Vergleiche auch Gännesis I., der Geist Gottes über den Wassern.
00:46:57: Der Jahreszyklus der religiösen Feste und der Wochenzykluß wird dem Schabbat klingen hier an... Aber rätselhafterweise empfängt immer nur der erste und schnellste, der ins aufgewirbelte Wasser eingeht die Heilung.
00:47:09: Die anderen gehen leer aus!
00:47:11: Die am wenigsten Kranken sind natürlich zuerst im Wasser und als Einzige wieder gesund.
00:47:16: Alle anderen bleiben sich selbst in ihrer Krankheit überlassen – nicht etwa dass sie gesundet sind den Kranken ins Wasser helfen würden.
00:47:23: hier ist jeder sich selbst der nächste.
00:47:25: eine Gesellschaft von Egoisten haust dem Haus der Gnade.
00:47:29: dieser Ort scheint Herr Höhlen näher zu sein als dem Paradies.
00:47:32: Man fühlt sich sehr in das moderne Gesundheit ungesend erinnert, indem akute und leichtere Krankheiten raschtherapiert werden.
00:47:39: Doch ein immer wachsendes Heer von chronisch kranken, von austherapierten und Nebenwirkungsopfern den medizinischen Marktplatz profitabel
00:47:47: erhält.".
00:47:49: Dann liegt da ein Gelähmter – seit achtundreißig Jahren im Bett – und hat sich gefügt in diese für ihn völlig aussichtslose Situationen.
00:47:57: Er hat sich in seinen Leid gebetet!
00:47:59: Voller Selbst-Mitleid und in Opfermentalität beklagt er sein Unglück, doch entwickelt er keine Initiative, irgendetwas an seinem Los zu ändern.
00:48:08: Ist ja ein Fatalist der Risikniertag!
00:48:11: An diesen tritt nun Jesus heran und stellt ihn vor die entscheidende Frage – Willst du gesund werden?
00:48:18: Der Wille zur Heilung muss wieder erweckt werden.
00:48:20: Dann steh auf, nimm dein Bett und geh!
00:48:24: Und der Gelähmte ist geheilt.
00:48:26: Er steht und
00:48:26: geht!".
00:48:28: Jesus hat ihr nicht berührt, jedenfalls nicht mit der Hand.
00:48:31: Wohl aber im Herzen!
00:48:33: Der Befehl allein kann keine Heilung bewirken.
00:48:36: In der Ansprache Jesu an den Kranken liegt so viel Unausgesprochenes, soviel Liebe und Vertrauen... Soviel ich glaube an Dich, Ich sehe Dein Mensch sein Auch Du bist Gottes Ebenbild Und diese stillen Botschaften fließen in die Heilung ein.
00:48:50: Die Milde der Gnade und die kämpferische Kraft des Befehls gehen eine untrennbare Einheit ein.
00:48:57: Jedes Element für sich würde seine Wirkung verfegen.
00:49:01: Der Gehalte nimmt sein Bett mit, er übernimmt die Verantwortung für sein Leben auch für die Lassen und Leiden der vergangenen Hand, er nimmt sein Leben in die Hand – er ist an seinem Leid gewachsen!
00:49:12: Im hebräischen Wort für Bett und seinen verschiedenen Vokalisationen offenbart sich die Vielschichtigkeit dieses Prozesses.
00:49:20: Mitha is das Bett, Mathe der Stab.
00:49:23: Den Stab kennen wir schon als Symbol des Hirten Moses und seiner prophetischen Berufung.
00:49:29: Matah bedeutet Herab abwärts, Muthei heißt verkrümmt, verbogen.
00:49:34: Indem der Mensch die Stabkraft in sich erweckt, richtet Er sich auf aus der Verkrümmung – und die Abwärzbewegungen, die ihn an das Bett gefesselt hat, wendet sich um zur Aufwertdynamik.
00:49:48: Die Zahl seiner Leidensjahre Achtundseißig entspricht in der hebräischen Numerologie den Worten
00:49:54: Egdal.".
00:49:55: Gott verherrlicht sich in ihm, und weh iqaf da!
00:49:59: Sich die Ehre geben.
00:50:00: In der Heilung wird Gott verheerlicht, und darum ist sie weder Teil des Sabbat.
00:50:05: Der Mensch, der aus dem Exil seiner Krankheit in die Heimat des vollen Menschseins zurückkehrt, bricht nicht nur Shabbat, sondern gibt ihm die Ehren.
00:50:14: Auf diese Weise hängt dieser Heilung auch mit dem Fest der Befreiung Pesach zusammen.
00:50:18: Ein Gelähmter kann an Pesache nicht
00:50:20: teilnehmen.".
00:50:20: Denn zum Auszug aus Ägypten bedarf es der Bewegungsfähigkeit innerlich und äußerlich.
00:50:26: Mit Raim ist ein gefesselter Zustand der Seele, die körperliche Lähmung nun ihr Spiegelbild.
00:50:31: An jedem Pesach findet der Auszug im Herzen wieder statt?
00:50:36: Nur in das zu Pesacht gewaltete Herz kann Gottes Wort am Sinai einwohnen.
00:50:41: Dabei offenbart sich Gott in den Wandlungen des Menschenherzens!
00:50:44: Er ist immer derjenige, der den Menschen in die Freiheit
00:50:47: schickt.".
00:50:48: Ich bin der Herr dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat.
00:50:53: So heißt es unzählige Male in der Torah und in den jüdischen Gebieten.
00:50:57: Gott ist als Befreierer und Heiler auf uns bezogen!
00:51:00: Er is nicht nur unser Schöpfer, der uns anschließend uns selbst überlässt.
00:51:05: Die Heilung ißt am Salat nur erlaubt, wenn Lebensgefahr vorliegt.
00:51:10: Jesus versteht darunter auch die Lebensgefahre für die Seele des Menschen.
00:51:14: Der Seelentod iß mehr zu fürchten als der Todesleibis.
00:51:18: Vielleicht rote gerade der letzte Funke von Glaube und Hoffnung in der Sehne des Gelähmte zu ersterben, als Jesus seine Heilung im Gang setzte.
00:51:27: Anschließend zeigt sich der Geheilte den Priester im Tempel und kehrt damit in die Torarordnung zurück.
00:51:33: Rabbi Jesus mahnt ihn sehr ausdrücklich!
00:51:36: Sündige Nimmermeere, das dir nicht Übleres geschehe?
00:51:39: Was ist Sünde?
00:51:41: Hebrech heet!
00:51:42: Es heißt vom geraden Weg Abkommen uns ein Ziel
00:51:46: verfehlen.".
00:51:48: Der Mensch hat Weg und Ziel in sich, in seiner Bestimmung, in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes.
00:51:55: Das in der Torah gesprochen ist an der Jesus ausdrücklich kein Jot, kein Jota verändern will.
00:52:01: Freiheit verwirklicht sich innerhalb und vermittelt es der göttlichen Ordnung.
00:52:06: Wer sich an Gott vergeht, vergeht sich zugleich an seiner wahren Seele, an seiner Nishamah, dem lebendigen Hauch Gottes in ihm.
00:52:14: Diese spirituelle Sichtweise in den Lehren von Rabbi Jesus kommt besonders im Johannes Evangelium zum Ausdruck.
00:52:21: Dieses Evangelium ist am spätesten entstanden um das Jahr einhundert, als die endgültige Spaltung zwischen Juden und Christentum schon vollzogen war.
00:52:29: Neben der messianischen Botschaft verkündet Johannes bereits Elemente Distrinitätsdokmas.
00:52:34: Gleichzeitig versucht er mit den feindzähligen Gruppierungen des Judentums ins Gespräch zu kommen – doch da seine Darstellung unverkennbare Züge der Vergöttlichung von Jesus trägt und auf eine christliche Judenmission abzielt hat sein Evangelium natürlich die religiöse Spaltung noch vertieft.
00:52:51: Davon unberührt bleibt der Überzeugungskraft des spirituellen Torah-Auslegungen, wie keinesfalls den authentischen jüdischen Lehren widerspricht.
00:52:59: Juva Lapide begleitet uns damit in siebter Kapitel, Versen XIX bis Vierundzwanzig, in denen die Auseinandersetzung zwischen Jesus und dem Buchstabengelehrten gerade die Heilungsfrage am Sabbat berührt.
00:53:11: Jesus wird als Rechtfertigung seiner Handlungsweise an, dass die Rabbiner die Beschneidung Die Breitmila, ebenfalls am Sabbat vornehmen, obwohl Schneiden an sich am Sabbate untersagt ist.
00:53:22: Die Beschneidung am Sabbata war gerade erst eine Streitfrage unter den Rabbinern gewesen, so dass Jesus mit seinem Argument am Puls der Zeit ist.
00:53:46: Selbstverständlich war auch Jesus beschnitten.
00:53:49: Die Beschneidung bildet eine existenzielle Heilung für die Folgen des Sündenfalls, obwohl sie nur an einem bestimmten Körperteil vorgenommen wird.
00:54:15: Er fordert die Gelehrten auf, nicht nach dem Äußeren Anschein, sondern nach den inneren Wesensgehalt zu urteilen und ein wahrhaft gerechtes Gericht zu halten.
00:54:25: Der Richtigkeit fordert uns dazu auf einen Menschen in seiner ganzen Einmaligkeit gerechtzulernen.
00:54:32: Wir sollen mit tiefer Menschlichkeit urteilnen, mit herzlicher Anteilnahme und in dem Wissen das auch wir nicht ohne Sünde sind!
00:54:39: Wir können nicht von oben herab – ungleichsam als Außenstehende über allen anderen Menschen unsere nächsten Urteilen, denn wir sind eben in allem gleich Wesensverwandt von Ewigkeit zur Ewigkeit und zur Nächstenliebe berufen als Helfer- und Heiler diesem Nächstem gegenüber.
00:54:57: Wir können nur aus dem Herzen heraus urteilen – aus den Verstehen des Anderen.
00:55:01: Der andere ist immer ein Teil von uns und wie ein Teil vom ihm Und der hat nehmen wir Anteil an ihn.
00:55:07: Ein herzensgerechter wie Jesus isst ein Zatik!
00:55:12: Und ihr übt Zedaka, er verschennt sich aus seinen Herzen.
00:55:15: Zedakar ist tätige Nächstenliebe und ist stärker sogar als der Tod – das is jüdische Weisheit und zugleich Jesu Botschaft!
00:55:24: Es finden sich Gnade und Treue, und es küssen sich Recht und Friede, heißt es im Zeichen Vierundachtzig, Elf bis Zwölf.
00:55:32: Heselt übt sich in dieser selbstlos schenkenden Liebe und Gnadel.
00:55:36: Er mäht entspricht der Treue zur lebendigen Wahrheit bis er den Tod der unbedingten Wahrhaftigkeit.
00:55:42: Dadurch werden die Kräfte des Mischparts, des urteilenden Gerichts aufgewogen mit der freisprechenden Barmeerzigkeit.
00:55:49: Mit dem Herzensblick auf das Umfassende Ganze wird der verborgenen Vollkommenheit des Menschen zum Durchbruch verholfen – Das gebrochene Herz wird ganz!
00:55:58: Das zerstückte und verzweifelte Leben wird an der Wurzel geheilt.
00:56:02: Ware Rechtsprechung gibt den Menschen die Richtung zur Heilung, zum Frieden, zu
00:56:08: Schallon.".
00:56:09: Ganzheit, Integrität und Vollkommenheit.
00:56:13: Eine Menschen zu seinem Inneren wie äußeren Schallung zu verhelfen bedeutet also ihn in seine Schöpfungsgewollte ganzheit ungebrochenheit Unversehrtheit kurz in sein Heilsein zurückzuführen.
00:56:25: Das wahre Recht richtet auf zum Urrecht des Menschseins.
00:56:30: Alles andere ist verkehrt ungerecht Und gegen die Würde des Menschen.
00:56:35: Dieser Weg führt zum Gott gewollten Leben in der Wahrheit.
00:56:39: Die Heilung des Aussätzigen in Lukas V, XII bis XV, zeigt uns diese Gerechtigkeit, die berichtigt statt zu verurteilen in Aktion.
00:56:49: Der Kran gefällt auf sein Angesicht und bittet um seine Reinigung!
00:56:53: Er hat das Unrechte in sich schon erkannt und zur wahren Demut gefunden – er weiß wie sehr er im Unreinen mit sich selbst ist.
00:57:01: Tamei, die Umkehrung von Mathe den Stab bedeutet spirituell unrei.
00:57:08: In Jesus erkennt er denjenigen, der mit sich im Reinen ist und er deshalb wenn er will ihn von seiner Unreinheit befreien kann.
00:57:16: Diese Befreiung geschieht wieder in den drei Schritten – ausstrecken der Hand Jesu, berühren des Krankenunreinen, ansprechen, von der Krankheit freisprechen!
00:57:26: Auch diesen geheilten schickt Jesus zum Priester im Tempel damit dieser die Heilung rituell vollenden kann.
00:57:33: Die ausgestreckte Hand erweckt den Willen.
00:57:36: Die Initiative zur Heilung, die Berührung integriert den Unrahmen wieder in die Gemeinschaft der Reimungen.
00:57:42: Das Wort spricht rein und frei!
00:57:45: Es ist letztlich das Entscheidende Agenz.
00:57:47: Jesus behandelt den kranken Menschen mit seiner Hand, die göttliche Liebeskraft spendet und bespricht ihm durch sein mächtiges Schöpferisch erzeugendes Neuzäugendes Rauch Gottes.
00:58:01: Rabbi Jesus tritt somit in die schöpferische Partnerschaft mit Gott Wie wir sie in den Zeugenden.
00:58:07: es werde Wortem Gottes im Anfang des kosmischen Schöpfungsprozesses kennen, gänne sie's erstes Kapitel.
00:58:14: Die Reihenfolge dieser drei Elemente der Heilung, die wir schon bei Moses fanden, variiert in den Heilungen Jesu.
00:58:21: Sie wird damit an die besondere Situation angepasst.
00:58:25: Je nachdem wo die Heilung ansetzen muss erfolgt der erste Schritt mit dem Wort oder mit der
00:58:30: Hand.".
00:58:31: Dieser hier in Lukas Fünf hat schon den Glauben immunar und bedarf nur noch der Aktivierung dieser Kraft in seiner Leiblichkeit.
00:58:39: Bei anderem tritt manch mal'n noch ein viertes Element hinzu, wie bei dem Blindgeborenen für den Jesus seinen Speicher mit etwas Erden mischt, um sie ihm auf die Augen zu liegen.
00:58:49: Johannes IX.
00:58:51: Solche physischen Hilfsmittel bauen eine Brücke noch tiefer in die gestörten Grundfesten der leidenden Existenz und verhelfen einem noch schwachen Glaubens.
00:59:00: zu stärkerer Entfaltungskraft.
00:59:03: Lover Lapide hat uns die Heilungstätigkeit von Jesus einsichtig und spürbar gemacht, wir erleben im Raum und untereinander das und wie diese Wunder geschehen können.
00:59:13: Zur Abrundung besprechen wir die Heilungen des Knechtes oder Sohnes, des Hauptmanns von Kapernaum in Lukas sieben eines bis zehn.
00:59:21: Hier handelt es sich um eine Fernheilung bei einem Nicht-Juden.
00:59:25: Ihr überschreitet Rabbi Jesus die Grenzen des Volkes
00:59:27: Israel.".
00:59:28: Die ist aber auch schon, der Profediona bald in Einwohnern von Liniwee oder Josef von den Pfarrer Ohr getan haben.
00:59:35: Diese Grenzüberschreitung is dem Judentum gar nicht so fremd, sondern im entscheidenden Schicksalsituationen sogar Teil der Erlösung – Baustein der kommenden Welt!
00:59:44: Vergleiche rot die Murgabitterin als Arnin von König David und damit des künftigen Messiers, Maschiach.
00:59:52: Diese besondere Heilung gibt uns einen Vorgeschmack vom Reich der Liebe, dem Reich Gottes auf
00:59:58: Erden."
00:59:59: Herzens.
00:59:59: uns Glaubenskräfte von einmaliger Intensität sind am Werk.
01:00:04: Sie bewirken das Neakommen, die gegenseitige Annäherung von Mensch und Mensch.
01:00:08: Beide Jesus' und die Booten des Hauptmanns sind auf dem Weg – auf dem selben Weg!
01:00:13: Und sie treffen sich in der Mitte.
01:00:15: Die Mitte ist dort wo die Herzen sich berühren.
01:00:18: Hier legt ein ungeheures Vertrauen sein Zeugnis ab.
01:00:21: Neakomen heißt auf Hebräisch Korban und isst zugleich das Wort für Opfer beiderseitiges
01:00:26: Selbstaufopferung.".
01:00:27: führt den Juden und den Römer zusammen.
01:00:30: Durch die Nächstenliebe, und letztlich nur durch diese kommen sie Gott näher!
01:00:34: Der Röner ist bereits ein Freund der Juden.
01:00:37: Er hat ihnen eine Synagoge gestiftet – möglicherweise ist er sogar ein echter Proselyt.
01:00:42: Die ältesten in der Gemeinde schließen sich dem Hilferuf an Jesus an.
01:00:46: Wir sehen hier Jesus eingebettet in eine Vertrauensatmosphäre, in die auch die offiziellen Juden eingeschlossen sind.
01:00:53: Ein weiteres berätes Zeugnis für das Jüdischsein von Rabbi Jesus.
01:00:58: Je näher sich Jesus und der Hauptmann räumlich kommen, desto mehr verschmelzen sie aus spirituellen.
01:01:04: Zuerst bittet er Hauptmann um eine Begegnung mit Jesus, einen Besuch in seinem Haus da sein Knecht mithim tode rinnt.
01:01:12: Dann verzichtet er auf den Besuch – er fühlt sich unwürdig!
01:01:15: Ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach kommst, aber sprich nur ein Wort so wird mein Bursche
01:01:21: geheilt.".
01:01:22: Mit seiner Demut wächst sein Glaube.
01:01:24: Statt der körperlichen Begegnung reicht ihm das heilende Wort.
01:01:28: Und was tut Jesus?
01:01:30: Die Worte, die er spricht wenden sich an den umstehenden Zeugen, damit sie dieser wunderbaren Glaubenskraft gewahr werden – aber Heilungsworte spricht er nicht!
01:01:40: Vielleicht schickt Jesus ein stilles Gebet zum Todkranken, der jedenfalls unmittelbar gesund und im Leben wiedergeschehen wird.
01:01:47: Je näher also der Heilende und der Kranke einander kommen, desto immaterieller subtiler wird das Medium der
01:01:53: Heilung.".
01:01:54: Sie geschieht ohne Begegnung, Handlung oder Wort.
01:01:57: Einzig und allein aus den vereinten Kräften des Glaubens und Vertrauens.
01:02:03: Und diese Kräfte sind jederzeit und überall verfügbar – auch ohne die Anwesenheit des Meisters!
01:02:11: Jesus als Lehrer und Heiler tritt immer mehr zurück um die Menschen in die selbst verantwortete Freiheit zu entlassen.
01:02:18: Heilung durch Sinnfindung.
01:02:22: An dieser Stelle stellen die Teilnehmer eine wichtige Frage zur Diskussion.
01:02:27: Kann denn jeder Mensch, der genügend Glauben aufbringt, vollständig geheil werden und verfügt ein Mensch, den nicht gesund wird über zu wenig glauben?
01:02:37: Die erste Frage kann bedingungslos bejaht werden!
01:02:40: Die Antwort auf die zweite Frage – und damit der Umkehrschluss sind jedoch problematisch ….
01:02:46: Der Glaube macht gesund.
01:02:47: Diese Kernbotschaft ist
01:02:48: angekommen.".
01:02:50: Dies schließt eine tiefe Selbsterkenntnis wird ein, einen Umkehr auf dem Lebensweg, Metanoia und eine Selbstberichtigung.
01:02:57: Die schöpferische Ausrichtung auf das ureigene Ziel die Bestimmung.
01:03:01: Dabei begegnet der Mensch im Rückblick auch der Schuld seiner Sünde.
01:03:06: Diese Schuldfrage wird ja oft ins Feld geführt um grundsätzliche Kritik am verständen spiritualreglöser Heilung zu üben – es gilt als unmenschlich!
01:03:15: wenn dem Kranken zusätzlich zu seinem Leid noch ein Schuldkomplex aufgebürdet wird.
01:03:21: Doch, auf keinen Fall ist es biblisches Gebot, noch Jesuanisches Anliegen einen leidenden Menschen zu beschuldigen oder im schuldhaftes Verhalten anzulasten.
01:03:31: Jeder Nichtleidende is gemäß dem Gebot der bedingungslosen Nächstenliebe, Leviticus Ninzehn-Achzehn dazu verpflichtet, seinem leidendem Nächstem eine Höchstmaß am empathischer Rücksicht Vorsicht und Umsicht zukommen zu lassen!
01:03:45: frei von jeder überheblichen Besserwisserei und Selbstberichtigkeit.
01:03:50: Nur dem Kranken steht es zu, mögliches schuldhaftes Verhalten bei sich selbst festzustellen!
01:03:57: Auch Rabbi Jesus enthält sich in all seinen Heilungshandlungen der überheblichen Beschuldigung des Leidenden.
01:04:03: Immer geht es ihm um die Aktivierung ungenutzter und brachliegender Heilungsressourcen im Inneren des Menschen – im Wesentlichen geht es bei Krankheit und Leicht Nicht so sehr um das Warum, als vielmehr um das Wozu und die Sinngebung.
01:04:19: Vergleiche Jesu Aussagen bei der Heilung des blind geborenen Mannes in Johannissen neun, zwei bis drei.
01:04:25: Gelingt dem Kranken die Einordnung seines Leidens in den Sinnzusammenhang seines Lebens eröffne sich im Wesentlich weitere und tieferer Perspektiven der Heilungen – das hat auch die Sanutogeneseforschung eindeutig herausgestellt!
01:04:39: Sinnfindung ist Selbstfindung.
01:04:41: Betrachtet man Krankheit dagegen als Zufallsergebnis einer fehlgeleiteten Biologie wie die offizielle Medizin, verbaut man dem Menschen jeden Zugang zur Singebung und macht ihn zum blinden Opfer einer zielosen Kausalität in einer gottlosen Welt.
01:04:58: Die Erkenntnis eigener Schuld kann nur – wie ein modernes Damaskus-Erlebnis – zum blitzartigen Wendepunkt im Leben werden.
01:05:06: zur Entscheidung von jetzt an wird alles anders!
01:05:10: Und darauf folgt ein allmählicher und organischer Entwicklungs- und Reifungsprozess, währenddessen der Mensch in wachsendem Ausmaß die Verantwortung für sein Leben übernimmt – vorwärts und rückwärz.
01:05:22: Nicht Schuld sondern Verantwortung heißt schließlich der Schlüssel zur spirituellen Gesundheit!
01:05:27: Und jeder ist aufgerufen daran mitzuwirken, denn die Art und Weise wie wir miteinander umgehen uns anschauen berühren und anreden entscheidet unüber unser körperliches und seelisches Schicksal.
01:05:39: Nur in der tiefsten Stelle des Herzens, wenn wir uns wie Rabbi Jesus in die Einsamkeit zurückziehen, können wir den Wurzelkontakt mit dem Schöpfer herstellen.
01:05:48: Wiederherstellen!
01:05:50: Von dort kehren wir in die Gemeinschaft zurück und nur durch diesen rhythmischen Pendelschlag, diesen Herzschlag von Selbstbesinnung und Ingabe – von ein Kehr zu Gott und Rückkehr zum Nächsten können wir unsere Bestimmung verwirklichen und unserem Auftrag, Menschen zu sein und zu werden gerichtwerden.
01:06:10: Mit Gott verbinden wir uns in unserer Herzenstiefe um dem Auge des Nächsten – Innen- und Außen!
01:06:18: Und je mehr uns Gott anschaut, berührt und anspricht, desto wahrhafter werden wir Menschen, werden wir heil und heilig.
01:06:25: Wir werden ganz shalom und lassen all unser Leben zum grenzenlosen Shabbat sich von enden.
01:06:32: Dann werden wir zur Freiheit der Kinder Gottes entfesselt, entfesselt wie die Gelähmte, die Lukas Dreizehnzehn bis Siebzehn, die achtzehn Jahre lang in sich zusammen gekrümmt war und nun durch die Behandlung Jesu am Sabbat zu vollen Menschen würde aufgerichtet und zur Verherrlichung Gottes befreit wird.
01:06:50: Die Zahl Achtzehn hängt mit Chai dem Leben zusammen – Der geheilten Mensch bekommt wieder Anschluss an den Baum des Lebens!
01:06:59: Und alle freuten sich über all das Herrliche, dass durch ihn geschah.
01:07:03: Mit dieser Freude entlässt uns Juva Lapide in einen neuen Alltag, in dem neue Heilungswunder überall und jeder Zeit möglich sind!
01:07:13: Wir müssen uns nur auf den Weg machen.
01:07:16: Glaubensgewissheit im Herzen befreit uns zur Freude – in jedem Augenblick und mit jedem Atemzug.
01:07:24: Shalom!".
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